Erfahrungsbericht UCT Graduate School of Business – CEMS Master in Management studieren: CEMS Master in Management studieren

Autor*innen
Maximilian Benda
Person wirft einen Papierflieger über eine Erdkugel. Sie hält eine am Flieger befestigte Linie noch in der Hand.

"Mit dem CEMS Master in Management steht einer internationalen Karriere nichts mehr im Weg", meint Ntando Mdladla. Sie hat das Programm an der UCT Graduate School of Business in Kapstadt absolviert und berichtet von ihren Erfahrungen aus dem Studium.

Ntando Mdladla, Studentin an der UCT Graduate School of Business

Ntando Mdladla, Absolventin der UCT Graduate School of Business, erzählt uns von ihrem Studium an der UCT GSB und dem CEMS Master in Management. Die UCT GSB ist die einzige Wirtschaftshochschule in Afrika südlich der Sahara, die diesen Studiengang anbietet.

Wie bist du auf das CEMS-Programm an der UCT GSB aufmerksam geworden und warum hast du dich für die Spezialisierung für internationales Management entschieden?

Ich wuchs in Durban auf, wo ich eine Privatschule besuchte. Schwarze waren hier die Minderheit, was mich eine Zeit lang in eine kleine Identitätskrise brachte. Als ich älter wurde, 17 oder 18, wusste ich, dass ich ein kulturell vielfältigeres Umfeld brauche. An der UCT GSB trat ich der Korean Association der Studierenden bei, um mehr über die koreanische Kultur zu erfahren. Hier konnte ich Freundschaften mit Studierenden aus Korea, China, Madagaskar und Nigeria schließen. Weil das so eine große Bereicherung für mich war, wollte ich noch mehr über andere Kulturen erfahren.

Hinzu kommt, dass ich in meinem ersten Studium an der UCT GSB einen Schwerpunkt auf Marketing belegte und das weiter vorantreiben wollte. Als ich vom CEMS Master in Management hörte, wusste ich: Das ist genau das richtige für mich! Die internationalen Aspekte und verschiedenen Kurse, wie Social Innovation, das sich mit Afrika im globalen Maßstab, Marketing und Verhandlungsführung beschäftigt, fand ich super interessant. Ein Highlight sind natürlich die internationalen Austauschmöglichkeiten. Als CEMS-Student:in verbringt man ein Semester an einer der 33 Wirtschaftshochschulen weltweit, mit der die UCT GSB kooperiert.

Wie war es, in einem Klassenzimmer mit einer so internationalen und vielfältigen Gruppe von Studierenden zu sitzen?

Vor allem habe ich eins verstanden: Jeder und jede denkt anders. Man trainiert sein Einfühlungsvermögen und Verständnis. Ich bin sicher, das ist der Sinn dieses internationalen Programms: Viele Menschen aus verschiedenen Kulturen, Nationalitäten oder Religionen treffen aufeinander und teilen verschiedene Ansichten, verschiedene Herangehensweisen und finden dann gemeinsam einen Kompromiss und eine Lösung.

Was waren die Höhepunkte des CEMS MiM-Programms für dich persönlich?

Ganz generell freue ich mich, so viel über mein eigenes Land gelernt zu haben. Das mag seltsam klingen, aber ich hatte nicht erwartet, dass ich so viel über Südafrika und den ganzen Kontinent lernen und verstehen würde, obwohl ich Südafrikanerin bin. Ein Grund ist sicher die unterschiedliche Herkunft meiner Kommiliton:innen, zum Beispiel aus Frankreich oder aus der Schweiz. Sie hatten natürlich noch nicht so viel Wissen über mein Land. Wir haben viel gemeinsam recherchiert, was es heißt, in Afrika zu wirtschaften, Best Practices aus Wirtschaft und Politik gesucht und unsere Ideen gesammelt und ausgetauscht. 

Wie verlief dein Semester an einer der internationalen Partneruniversitäten?

Ich war in Barcelona. Dort konnten wir uns mit verschiedenen Partnerunternehmen des CEMS-Programms austauschen. Das sind insgesamt über 70 Unternehmen im Netzwerk. Ein paar Grundkenntnisse in Spanisch waren hilfreich, aber die meiste Zeit haben wir uns auf Englisch miteinander verständig. Unsere Gruppe war super international: Dabei waren Studierende aus China, Korea, Maratha, der Schweiz, Deutschland, Italien, Kanada und Südamerika – das war eine großartige Erfahrung. Das war nicht nur kulturell sehr interessant, sondern auch sehr lehrreich für die eigene Sozialkompetenz. 

Und jetzt machst du ein Praktikum bei Beiersdorf in Deutschland?

Genau, das ist die Holdinggesellschaft hinter großen Marken wie Nivea. Wir hatten die Wahl zwischen 20 Unternehmen, und ich habe mich aufgrund des HR-Fokus des Projekts für Beiersdorf entschieden. Das Unternehmen war meine erste Wahl. Wir haben eine Präsentation in Hamburg gemacht, zu der wir extra aus Barcelona eingeflogen wurden. Durch den Austausch, den wir hatten, habe ich eine Menge über das Unternehmen erfahren und spannende Menschen kennengelernt. Ich habe die Atmosphäre und die Energie dort sehr genossen und ich hatte das Gefühl, dass die Arbeit, die wir machen, etwas bewirken kann.

Was war die größte Herausforderung, mit der du konfrontiert warst?

Ich glaube, die Abwesenheit von zu Hause. Von Durban bis nach Kapstadt und zur UCT GSB brauche ich über zwei Stunden. Noch extremer war das natürlich bei meinem Aufenthalt in Barcelona. Das waren insgesamt sechs Monate. Trotzdem möchte ich diese Erfahrung nicht missen.

Im Dezember 2024 hast du deinen Abschluss gemacht. Hast du noch Kontakt zu deinen Kommiliton:innen?

Ja! Erst letzte Woche habe ich mit einem Kommilitonen gesprochen, der inzwischen in Chile ist. Ein weiterer Freund lebt wieder in Brasilien, ein anderer arbeitet im Moment in Wien. Es gibt eine Menge Leute, die in Kontakt bleiben. In Barcelona werde ich regelmäßig Freunde besuchen und auch in Paris habe ich noch Kontakte. Das schöne ist, dass niemand erwartet, dass man in Kontakt bleibt, aber die geschlossenen Freundschaften trotzdem halten. Sie ermöglichen mir heute und in Zukunft ein internationales Leben, das mich bereichert.

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